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Die essenzielle Natur aller Bodhisattvas ist ein liebevolles Herz, das auf das Wohl aller Wesen ausgerichtet ist. Sie klammern sich nicht an meditative Zustände oder die Früchte ihrer Taten, da ihr Mitgefühl über das eigene Glück hinausgeht. Dies beschreibt die Selbstlosigkeit der Bodhisattvas, die laut Nagarjuna nicht nach persönlichem Glück streben, sondern den Weg des Mitgefühls wählen...   
Die essenzielle Natur aller Bodhisattvas ist ein liebevolles Herz, das auf das Wohl aller Wesen ausgerichtet ist. Sie klammern sich nicht an meditative Zustände oder die Früchte ihrer Taten, da ihr Mitgefühl über das eigene Glück hinausgeht. Dies beschreibt die Selbstlosigkeit der Bodhisattvas, die laut Nagarjuna nicht nach persönlichem Glück streben, sondern den Weg des Mitgefühls wählen...   


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Mit einem großen liebevollen Herzen blicken sie auf die Leiden aller Wesen, die infolge ihrer Sünden in der Avici-Hölle auf vielfältige Weise gequält werden – eine Hölle, deren Grenzen unendlich sind und in der ein endloser Kreislauf des Elends aufgrund aller Arten von [[Special:MyLanguage/Karma|Karma]] [begangen von fühlenden Geschöpfen] ermöglicht wird. Die Bodhisattwas, erfüllt von Mitleid und Liebe, begehren, um dieser elenden Wesen willen selbst zu leiden.   
With a great loving heart they look upon the sufferings of all beings, who are diversely tortured in Avici Hell in consequence of their sins—a hell whose limits are infinite and where an endless round of misery is made possible on account of all sorts of karma [committed by sentient creatures]. The Bodhisattvas filled with pity and love desire to suffer themselves for the sake of those miserable beings.
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Doch sie sind wohlvertraut mit der Wahrheit, dass all diese verschiedenen Leiden, die verschiedene Zustände des Elends verursachen, in einem Sinne phantasmagorisch und unwirklich sind, während sie in einem anderen Sinne nicht so sind....   
But they are well acquainted with the truth that all those diverse sufferings causing diverse states of misery are in one sense apparitional and unreal, while in another sense they are not so....
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Revision as of 11:50, 3 May 2026

„Fünfundzwanzig Bodhisattvas, die vom Himmel herabsteigen“, Japan, Kamakura-Zeit (um 1300)

Bodhisattwa ist ein Sanskrit-Begriff, der wörtlich ein Wesen von Bodhi (oder Erleuchtung) bedeutet, ein Wesen, das für die Erleuchtung bestimmt ist, oder eines, dessen Energie und Kraft auf die Erleuchtung gerichtet ist. Ein Bodhisattwa ist jemand, der dazu bestimmt ist, ein Buddha zu werden, der jedoch auf die Seligkeit des Nirvanas mit dem Gelübde verzichtet hat, alle Kinder Gottes auf Erden zu retten.

In der Mahayana-Schule des Buddhismus ist es das Ziel des Pfades, ein Bodhisattwa zu werden. Der Pfad des Bodhisattwa wird im Allgemeinen in zehn Stufen unterteilt, die Bhumis genannt werden. Der Bodhisattwa strebt danach, von einer Stufe zur nächsten voranzuschreiten, bis er die Erleuchtung erlangt.

Die Bedeutung des Wortes

In einer Zusammenfassung des Bodhisattwa-Ideals im Buddhismus schreiben die Professoren David Lopez und Steven Rockefeller:

Der Sanskrit-Begriff Bodhisattwa setzt sich aus zwei Wörtern zusammen, Bodhi und Sattva. Bodhi leitet sich von der verbalen Wurzel Budh ab, was „erwachen“ bedeutet, so dass Bodhi der Zustand des Erwachtseins ist.

Der Sanskrit-Begriff Bodhisattwa setzt sich aus zwei Wörtern zusammen, Bodhi und Sattva. Bodhi leitet sich von der verbalen Wurzel Budh ab, was „erwachen“ bedeutet, so dass Bodhi der Zustand des Erwachtseins ist.

Die zweite Komponente des Begriffs, Sattva, kann „fühlendes Wesen“ bedeuten, wobei in diesem Fall die Zusammensetzung Bodhisattwa als „ein Wesen, das nach Erleuchtung [strebt]“, gelesen werden würde...

Eine zweite Bedeutung von Sattva ist „Geist“ oder „Intention“, so dass ein Bodhisattwa „jemand, dessen Geist oder Intention auf die Erleuchtung gerichtet ist“, sein würde...

Bodhisattwas sind nicht bereit, sich lediglich mit der Erlangung ihrer eigenen Befreiung zufriedenzugeben; tief bewegt vom Anblick der Leiden anderer fühlender Wesen, empfinden sie Mitgefühl für diese und entschließen sich, Buddhas zu werden, um in der Lage zu sein, anderen den größtmöglichen Nutzen zu bringen.

Der Bodhisattwa gelobt somit, ein Buddha zu werden, um alle Wesen im Universum vom Leiden zu befreien, ungeachtet dessen, wie viele Wesen es gibt oder wie viele Äonen dies erfordern mag...

Somit sagt man dem Bodhisattwa zwei Ziele nach: das Wohlergehen aller fühlenden Wesen und die Erlangung der Buddhaschaft.

Ein Bodhisattwa wird mit unvorstellbarer Weisheit, Mitgefühl und Macht sowie der Kenntnis grenzenloser Methoden zur Befreiung der Wesen vom Leiden ausgestattet sein.[1]

Geshe Wangyal definiert Bodhisattva als

„Nachkomme des Eroberers.“ Jemand, der gelobt hat, die Erleuchtung um aller Lebewesen willen zu erlangen. Der Begriff Bodhisattwa bezieht sich auf jene auf vielen Ebenen: von jenen, die zum ersten Mal das Streben nach Erleuchtung hervorgebracht haben, bis hin zu jenen, die tatsächlich den Bodhisattwa-Pfad betreten haben, der durch die zehn Stufen entwickelt wird und in der Erleuchtung, dem Erlangen der Buddhaschaft, gipfelt.[2]

Das Bodhisattva-Ideal

Der buddhistische Philosoph und Weise Nagarjuna definierte in seinem Buch, das etwa im zweiten Jahrhundert geschrieben wurde, was ein Bodhisattwa ist:

Die essenzielle Natur aller Bodhisattvas ist ein liebevolles Herz, das auf das Wohl aller Wesen ausgerichtet ist. Sie klammern sich nicht an meditative Zustände oder die Früchte ihrer Taten, da ihr Mitgefühl über das eigene Glück hinausgeht. Dies beschreibt die Selbstlosigkeit der Bodhisattvas, die laut Nagarjuna nicht nach persönlichem Glück streben, sondern den Weg des Mitgefühls wählen...

Mit einem großen liebevollen Herzen blicken sie auf die Leiden aller Wesen, die infolge ihrer Sünden in der Avici-Hölle auf vielfältige Weise gequält werden – eine Hölle, deren Grenzen unendlich sind und in der ein endloser Kreislauf des Elends aufgrund aller Arten von Karma [begangen von fühlenden Geschöpfen] ermöglicht wird. Die Bodhisattwas, erfüllt von Mitleid und Liebe, begehren, um dieser elenden Wesen willen selbst zu leiden.

Doch sie sind wohlvertraut mit der Wahrheit, dass all diese verschiedenen Leiden, die verschiedene Zustände des Elends verursachen, in einem Sinne phantasmagorisch und unwirklich sind, während sie in einem anderen Sinne nicht so sind....

Therefore, all Bodhisattvas, in order to emancipate sentient beings from misery, are inspired with great spiritual energy and mingle themselves in the filth of birth and death. Though thus they make themselves subject to the laws of birth and death, their hearts are free from sins and attachments. They are like unto those immaculate, undefiled lotus-flowers which grow out of mire, yet are not contaminated by it.

Their great hearts of sympathy which constitute the essence of their being never leave suffering creatures behind [in their journey towards enlightenment].[3]

Scholar Har Dayal writes:

The bodhisattva ideal reminds us of the active altruism of the Franciscan friars in the thirteenth century A.D. as contrasted with the secluded and contemplative religious life of the Christian monks of that period. The monk prayed in solitude: the friar “went about doing good.”...

Both the arhat [a Buddhist adept or saint] and the bodhisattva were unworldly idealists; but the arhat exhibited his idealism by devoting himself to meditation and self-culture, while the bodhisattva actively rendered service to other living beings.[4]

Bodhisattvas

For more information

Elizabeth Clare Prophet, Maitreya on Initiation

Sources

Mark L. Prophet and Elizabeth Clare Prophet, Saint Germain On Alchemy: Formulas for Self-Transformation.

Elizabeth Clare Prophet, Maitreya on Initiation.

Elizabeth Clare Prophet, “The Age of Maitreya,” October 28, 1990.

  1. The Christ and The Bodhisattva (Der Christus und der Bodhisattwa), Donald S. Lopez, Jr. und Steven C. Rockefeller, Hrsg., (New York: State University of New York Press, 1987), S. 24, 25.
  2. Geshe Wangyal, Übers., The Door of Liberation (Die Tür der Befreiung) (New York: Lotsawa, 1978), S. 208.
  3. Daisetz Teitaro Suzuki, Outlines of Mahayana Buddhism (1907; reprint, New York: Schocken Books, 1963), pp. 292–94.
  4. Har Dayal, The Bodhisattva Doctrine in Buddhist Sanskrit Literature (New York: Samuel Weiser, Inc., 1932), p. 29.